[119] Apnoe-Wörterbuch / Glossar

Begriffserläuterungen und Abkürzungsverzeichnis

Stand 8. Februar 2010

Zeichenerklärung: > siehe, vergleiche im Wörterbuch
>[610] siehe Website-Dokument Kapital 6 Gruppe 61 Text 610

 

Abdomen

Bauch, Unterleib, Unterbauch

 

ACE-Hemmer

Angiotensin-Converting-Enzyme-Hemmer = Blutdruck senkende Medikamente (Antihypertensiva)

 

Adaption

Anpassung

 

adäquat

passend

 

Adenosin

„Müdigkeitssubstanz“ im Gehirn. Im Wachzustand „Abbauprodukt“ als Regulator des Schlaf-Wach-Verhaltens, Schutz des Gehirns vor Überbeanspruchung, wird im Schlaf wieder abgebaut >Residualschläfrigkeit >Xanthinderivate

 

Adenotomie

operative Entfernung erkrankter Halsmandeln >Tonsillektomie

 

Adipositas (BMI>30)

Fettleibigkeit, krankhaftes Übergewicht, Fettsucht (Bodymass Index grösser als 30) >[444] BMI

 

Adrenalin, Noradrenalin

Stresshormone, die im Nebennierenmark gebildet werden und durch nervöse Impulse ausgeschüttet werden.

 

Aerosole

Gase mit kolloidalen (festen oder flüssigen Nebel-) Schwebstoffen

 

AHI

Apnoe Hypopnoe Index = die während einer Nacht mittels >Polysomnogramm festgestellte Anzahl von (obstruktiven, zentralen, gemischten) Apnoen und Hypopnoen (Flachatmung) im Durchschnitt pro Stunde Schlaf

 

AI

Apnoe Index = aus der gesamten Schlafzeit errechnete durchschnittliche Anzahl der Apnoephasen pro Stunde.

 

akut

plötzlich einsetzend (Krankheit oder Anfall) von meist kurzer Dauer.

 

Akzeptanz

das Einverständnis (die Annahme) einer Therapie >Compliance

 

Allergene

Allergie

 

Allergenkarenz

Vermeidung einer Allergie durch Ausschaltung von Allergenen

 

ALS

Amoytrophe Lateralskerose = degenerative Muskelerkrankung, zum Teil genetisch bedingt

 

ALTE

Apparent Life Threatening Events = anscheinend lebensbedrohliche Ereignisse im Säuglingsalter

 

Alveolen

Lungenbläschen am Ende der Bronchien. Hier findet der

Gasaustausch in der Lunge statt, d.h. eingeatmeter Sauerstoff wird an das Blut und Abfallstoffe wie Kohlendioxid werden an die Ausatemluft abgegeben.

 

Alveolarsepten

Membranen, die einzelne Aveolen voneinander abgrenzen.

 

Anamnese

Vorgeschichte einer Krankheit nach Angaben des Patienten.

 

ANF

Atrial Natriuretic Factor = ein natürliches >Peptid im Herzmuskel bei Überwässerung gebildet, wirkt natriuretisch und diuretisch durch Beeinflussung der Nieren, steigert die Wasserausscheidung.

 

Angina pectoris

(griech. Stenokardie) anfallweise auftretende Herzbeschwerden, die auf einer unzureichenden Sauerstoffversorgung des Herzmuskels >Hypoxie beruhen (Angina = Beengung).

 

Antiallergika

Substanzen, die auf Teile der allergischen Reaktionskaskade einwirken und den klinischen Symptomen vorbeugen.

 

Antibiotika

Medikamente gegen bakterielle Infektionen

 

Antihistaminika

Substanzen unterschiedlicher Struktur, die die Wirkung von Histamin abschwächen bzw. aufheben.

 

Aphasie

Sprach- oder Stimmstörungen >Schlaganfall >TIA

 

Apnoe

Atemstillstand für mehr als 10 Sekunden

 

Apnoe-Index  >AI

Messung des Schweregrads der apnoischen Atmungsunterbrechungen (auch: Atemstörungsindex)

 

Apnoetypen

unterschieden werden: obstruktive, zentrale und gemischte Apnoen

 

Apoplektiker

ein Mensch, der einen Schlaganfall erlitten hat

 

Apoplex

Schlaganfall, Hirninfarkt, apoplektischer Insult, zerebraler Infarkt

 

Arousal

Weckreaktion im Schlaf. Weckreaktion des zentralen Nervensystems, die eine Apnoe beendet.

 

Arhythmien

ungleiche Folge von Herzschlägen. Unregelmässiger Rhythmus der Herz- oder Hirntätigkeit, Herzrhythmusstörungen

 

arhythmogen

Rhythmusstörungen auslösend

 

Arterielle Hypertonie

Bluthochdruck

 

Arteriosklerose

Arterienverkalkung, durch krankhafte Ablagerungen in Arterien und Herzkranzgefässen, führt zu Minderdurchblutung und Bluthochdruck. Sauerstoff->Desaturation im Zusammenhang mit Apnoe kann zu >Angina pectoris, Herzinfarkt, Schlaganfall, Gedächtnisstörungen, Persönlichkeitsveränderungen, Schlafrhythmusstörungen führen >Zerebralsklerose

 

Asthma

anfallweise auftretende hochgradige Atemnot

 

   - Anstrengungsasthma

eine Asthma-Art, die durch körperliche Anstrengungen und Belastungen ausgelöst wird.

 

Asthma bronchiale

chronische Entzündung der Atemwege mit Überreaktion auf Reize. Anfallweises Auftreten von hochgradiger Atemnot infolge variabler, meist reversibler Bronchialverengung und Hyperreaktivität der Atemwege.

 

Asthma cardiale

Atemnot infolge Lungenstauung bei Herzkrankheit >Herzinsuffizienz >Angina pectoris „schmerzhafte Brustenge“

 

Ataraxie, (griech. ataraxia)

Seelenruhe, Gelassenheit, hektikfreie Lebenshaltung, ruhigen Schlaf begünstigend

 

Atelektase

Bereich innerhalb der Lunge mit kollabierten Lungenbläschen

 


Atemfluss

>Flow

 

Atemgymnastik

Unterstützende Massnahmen bei Atemstörungen, um ein gesundheitsgerechtes Ein- und Ausatmen zu erlernen. Empfohlen werden bei >OSAS z.B. Gesangsunterricht, Chorsingen, Blasinstrumentespiel insbesondere Didgeridoo.

Trompete, Alphorn usw.

 

Ateminsuffizienz

ungenügende Gasaustauschleistung der Lunge

 

Atemstosstest

nach tiefem Einatmen Messung der Luftmenge, die stossartig ausgeatmet werden kann >Peak-Flowmeter

 

Ätiologie

die einer Krankheit zugrunde liegende Ursache; Studium der Faktoren, die Krankheiten verursachen

 

Atonie

fehlender Spannungszustand eines Gewebes >Muskeltonus

 

atriale Schrittmachertherapie bei OSA

den Vorhof des Herzens betreffende Schrittmachertherapie bei >OSA >Herzschrittmacher

 

AutoPAP, APAP, aPAP

Selbstregulierendes Atemtherapiegerät, das den individuellen Bedürfnissen durch kontrollierte Druckanpassung so entgegen kommt, dass Apnoen und Hypopnoen vermieden und dennoch zwecks Vermeidung von Stress im Lungen-Herzbereich möglichst tiefe Drücke gefahren werden können (Ablösung von >CPAP-Geräten).

 

Azidität

Säuregrad

 

Azidose

Übersäuerung des Gewebes und Blutes. Störung des Säure-Basen-Gleichgewichts: Steigerung der sauren Valenzen im Blut mit Abfallen des arteriellen pH-Wertes unter 7.36, atmungsbedingt infolge von Gasaustauschstörungen

 

azyklisch

nicht periodisch auftretend

 

Beta-Blocker

Medikamentengruppe zur Behandlung von Blut-Hochdruck >Hypertonus

 

BiLevel, BiPAP

Atemtherapiegerät mit unterschiedlicher Druckeinstellung beim Einatmen (höher) und Ausatmen (tiefer), um Stresssymptome im Lungen-Herzbereich durch die Ausatmung gegen hohen Druck zu verringern.

 

BiPAP S   (=spontan)

auf Atmung reagierend (bei OSAS)

 

BiPAP ST (=spontan/timed)

auf Atmung und maschinenseitigen >Algorithmus reagierend (bei OSAS und auf Zentralapnoe)

 

BiPAP T   (=timed)

durch maschinenseitigen Algorithmus gesteuert (bei Zentralapnoe)

 

Blutdruck

gibt den herrschenden Druck in den Gefässen und Herzkammern an:
systolisch, erster, oberer oder maximaler Wert in mm Hg x 0,133 = kPa
diastolisch, zweiter oder unterer Wert in mm Hg x 0,133 = kPa

 

Blutgase

O2 (Sauerstoff) und CO2 (Kohlendioxid/ Kohlensäure) liegen im Blut physikalisch gelöst bzw. chemisch gebunden vor

 

Blutkoagulum

Blutklumpen >Thrombose

 

Body-mass-Index BMI

Körper-Mass-Index = Gewicht in Kilogramm geteilt durch Körpergrösse in Meter im Quadrat >Adipositas >[444]

 

Bradykardie

verlangsamt schlagendes Herz, Pulsfrequenz unter 60/min >Tachykardie

 

Bronchien

Stark verzweigter Teil des Atemsystems, der sich direkt an die Luftröhre anschliesst und an den Lungenbläschen ( Alveolen) endet.

 

Bronchiektasen

dauerhafte, anormale Erweiterungen in den Bronchien

 

Bronchitis

akute oder chronische Entzündung der Bronchien

 

Bronchoconstriction

Verengung der Bronchien

 

Bronchoskopie

Durch den Mund und die Luftröhre wird ein röhrenförmiges Instrument eingeführt, durch das der Arzt die Bronchien betrachten kann.

 

Bronchospasmus

Krampfzustand der Bronchien, der durch spezielle Medikamente wieder gelöst werden kann.

 

BTPS

Body temperature pressure saturated = Bedingungen, die für die in der Lunge befindlichen Gasvolumina gelten:
T = 310 K (
≈37°C) [T=Temperatur, K=Kelvin, C=Celsius]
p = aktueller Barometerdruck
Wasserdampfdruck = 47 mm HG >PO2 und >STPD)

 

cerebral

das Gehirn betreffend; cerebrum = Gehirn

 

Cheyne-Stokes-Atmung

ein Atemmuster, das durch eine regelmässige Zu- und Abnahme des Atemzugvolumens und Atemfrequenz gekennzeichnet ist (eine Störung des zentralen Atemantriebs).

 

Cholesterinwerte

Blutfettwerte

 

chronisch

lange dauernd, anhaltend, nicht selbst heilend, sich langsam entwickelnde Erkrankung von längerer Dauer, im Gegensatz zu akut

 

CFS

Chronic fatigue syndrome = chronisches Erschöpfungssyndrom

 

CHS

Central hypoventilation syndrome = zentrales Hypoventilations-Syndrom

 

Circulus vitiosus

sich selbst verstärkender Kreislauf (Teufelskreis)

 

COLD

Chronic Obstructive Lung Disease = chronisch obstruktive Lungenerkrankung

 

Compliance

Modewort aus dem Englischen, wörtlich Unterwürfigkeit, gemeint Akzeptanz einer Therapie

 

Cor pulmonale

durch Lungenerkrankung verursachte Belastung der rechten Herzhälfte mit Bluthochdruck z.B. wegen hoher Ausatmungsdrücke des CPAP-Geräts

 

Corticoide

Medikamente, die bei bestimmten Asthmaerkrankungen eingesetzt werden können

 

COPD

Chronic Obstructive Pulmonary Disease = chronisch obstruktive Lungenkrankheit, die die Atemwege einengt; häufig bei Rauchern, darum vulg. „Raucherlunge“

 

CPAP

Continuouos Positive Airway Pressure = kontinuierliche Überdruckbeatmung

 

CPAP-Gerät

>nCPAP, >AutoPAP, >FlexPAP, >smartPAP, >BiLevel

 

Degeneration

Entartung zellulärer Strukturen oder Funktionen infolge Schädigung der Zelle

 

Depression

Seelische Niedergeschlagenheit, ernst zu nehmen bei Schlafapnoe und ihren Begleit- und Folgeerkrankungen. Depressionen aus rechtzeitig erkannter Apnoe haben mit konsequenter Gerätetherapie eine gute Heilungschance. PartnerInnen von Apnoikern sind durch >Insomnien (infolge Sorgen, Geräuschpegel, Libidomangel) ebenfalls gefährdet. Bei anhaltender Depression ist fachärztliche Hilfe unumgänglich und dringlich.

 

Delta-Aktivität

EEG-Aktivität mit einer Frequenz von weniger als 4 Hz

 

Delta-Schlaf

Bezeichnung für ein Schlafstadium, in dem Delta-Wellen im  Vorstadium herrschen. Schlafstadium 3 und 4 = Tiefschlaf

 

Depoteffekt

Langanhaltende Wirkung eines Arzneimittels durch langsame und gleichmässige Freisetzung des Wirkstoffes im Körper.

 

Desaturation Sauerstoff

Verminderung der Sauerstoffsättigung im Blut mit möglichen Folgen für Herz, Gehirn, >Metabolismus, Hormonhaushalt, Sexualität

 

Diabetes mellitus Typ I

juveniler Diabetes, insulinabhängiger Diabetes oder Insulin-Mangel-Diabetes, „Zuckerkrankheit“, genetisch prädisponierte Diabetesform; >Hyperglykämie, >Hypoglykämie

 

Diabetes mellitus Typ II

insulinunabhängiger Diabetes, sogenannter Erwachsenen- oder Alterszucker, gehäuft familiär auftretend
IIa: normalgewichtige Patienten
IIb: übergewichtige Patienten (insulinresistent)

 

Diagnose

das Erkennen und Benennen einer Krankheit

 

Diagnosekriterien

spezielle Kriterien im Rahmen der Internationalen Klassifikation von Schlafstörungen >ICSD zur eindeutigen Feststellung einer bestimmten Schlafstörung

 

Diarrhoe

Durchfall

 

diastolischer Blutdruck

Blutdruck während der Erschlaffung des Herzmuskels >systolischer Blutdruck

 

Differentialdiagnose des OSAS

Unterscheidung von ähnlichen Krankheitsbildern mit Atmungsstörungen, die während des Schlafes auftreten und vermehrter Tagesmüdigkeit. Beispiel: „banales = harmloses Schnarchen“ (Ausschlussverfahren)

 

Diffusion

Konzentrationsausgleich zwischen Gasen, wobei die Teilchenbewegung immer vom Ort höherer Konzentration zum Ort niedrigerer Konzentration gerichtet ist.

 

Dilatation

Erweiterung von verengten Blutgefässen oder Bronchien mit einem Ballonkatheter

 

Disease management

integriertes System individuell aufeinander abgestimmter Massnahmen, Management zur Verbesserung bestehender Behandlungsprozesse [disease = Krankheit]

 

diurnal

zum Tag gehörend

 

Doppler -Sonographieuntersuchung

Eine Ultraschalldiagnostik, bei der die Strömung in den Gefässen anhand der von den roten Blutkörperchen reflektierten Schallechos gemessen wird.

 

Dosierungsintervall

Häufigkeit und Zeitabstand der Medikamenten-Einnahme bzw. Anwendung

 

Down Syndrom

Mongolismus, genetischer Defekt, der durch ein zusätzliches Chromosom 21 entsteht

 

Durchschlafstörung

bezeichnet die Schwierigkeit Schlaf aufrecht zu erhalten; anhaltend unterbrochener Schlaf ohne Einschlafprobleme

 

Dysfunktion, sexuelle

sexuelle Funktionsstörungen, >Libidomangel, >Erektionsfähigkeit, >Depression, >Lebensqualität

 

Dyspnoe

Störung der Atmung. Atemnot in Ruhe oder bei Anstrengung

 

Dyssomnie

primäre Einschlaf- oder Durchschlafstörung oder übermässige Schläfrigkeit

 

Echokardiogramm

Darstellung des Herzens mittels Ultraschall

 

EDS

Exessive daytime sleepness = exzessive Tageschläfrigkeit

 

EEG

Elektro-Enzephalogramm = Registrierung von Hirnaktionspotentialen über die Kopfhaut

 

E.i.F.

Erkrankung im Fachgebiet

 

EKG

Elektrokardiogramm = Registrierung der Aktionspotentiale des Herzens

 

EL

Einschlaflatenz

 

EM

Eye movement = Augenbewegung

 

EMG

Elektromyogramm = Aufzeichnung, Registrierung von Potentialen, die Muskelbewegungen anzeigen >Muskeltonus

 

Emphysem (Lungen-)

ungewöhnlich erhöhte Luftansammlung in der Lunge oder Lungenödem z.B. als Lungen- oder Hautemphysem

 

endogen

im Körper entstehend, innere Ursachen (Gegensatz: exogen)

 

endotheliale Dysfunktion

Funktionsstörung der Blutgefäss-Innenwand (bei >OSAS)

 

EOG

Elektrookulogramm = Aufzeichnung von Spannungsänderungen aufgrund von Bewegungen der Augenäpfel

 

EPAP

Expiratory Positive Airway Pressure = expiratorischer (Ausatmung) Überdruck

 

erektile Dysfunktionalität, Erektionsstörungen

keine oder mangelhafte Versteifung des Penis, sexuelle Dysfunktion z.B. bei unbehandelter >OSA >Libido >Impotenz

 

erschlaffende Luftwege

weiches Gewebe im oberen Respirationstrakt ohne Stützung durch das Skelett; dazu gehören: weicher Gaumen, Zäpfchen, Mandeln, Rachen und der Zungengrund (allg. Schlund)

 

Erstnacht-Effekt

First night effect. Die Auswirkung der Umgebung und der >polysomnographischen Aufzeichnungsapparate auf die Schlafqualität der ersten Ableitungsnacht. In der Regel ist die Schlafqualität im Vergleich zu gewohnten Schlafbedingungen, ohne Elektroden und anderen mit der >Polysomnographie verbundenen >Stimuli, etwas geringer. Eine Gewöhnung an die Laborbedingungen erfolgt normalerweise in der zweiten Ableitungsnacht.

 

Erythrozyten

rote Blutkörperchen

 

ESS

Epworth Sleepiness Scale = Schläfrigkeitsskala, Quantifizierung der Einschlafwahrscheinlichkeit durch (polysomnographisch) validierten Fragebogen = subjektive Schläfrigkeit > MSLT

 

Evidenz

Augenscheinlichkeit. Argumentativer Wert von Aussagen/Feststellungen, die durch wissenschaftliche Ergebnisse untermauert sind

 

Exazerbation

Verschlechterung, Verschlimmerung, Steigerung eines Krankheitszustandes

 

exogen

von aussen kommend, durch äussere Ursachen entstanden, (im Gegensatz zu >endogen)

 

Expectorantia

Medikamentengruppe, die das Abhusten und die Schleimentfernung aus den Bronchien erleichtert.

 

Expiration

Ausatmung der Luft aus der Lunge

 

extrinsische Schlafstörung

Störungen, die entweder ausserhalb des Körpers entstehen, sich dort entwickeln oder ausserhalb des Körpers verursacht werden. Die extrinsischen Schlafstörungen stellen eine Untergruppe der >Dyssomnien dar.

 

exzessive Tagesschläfrigkeit (>Somnolenz, >Hypersomnie)

Subjektive Schilderung von Schläfrigkeit und Schwierigkeiten, den Wachzustand aufrechtzuerhalten, die meistens mit einem raschen Einschlafen einhergehen, sobald sich die betroffene Person in Ruhe befindet.

 

Fat Joe

Dickens beschreibt in den >Pickwick Papers einen stark übergewichtigen Botenjungen.

 

FEV1

Luftmenge, die nach tiefem Einatmen innerhalb der ersten Sekunde stossartig ausgeatmet werden kann > Atemstosstest

 

Fibrinogen

Blutgerinnungsfaktor

 

Flatulenz

Aufblähung des Magens bzw. des Darms mit reichlichem , teilweise schmerzhaften Abgang von Darmgasen

 

Flatus

Wind, Blähung

 

Flex-PAP

>Auto-PAP, Nachfolge von >CPAP

 

Flow

Luftfluss, gemessen in Liter/Minute

 

Flusslimitation

Behinderung des Atemluftstroms

 

forcierte Expiration

eine beabsichtigte stärkere Ausatmung

 

Fragmentation

bezogen auf die Schlafarchitektur: die Unterbrechung eines Schlafstadiums aufgrund des Auftretens eines anderen Schlafstadiums oder aufgrund von Erwachen. Führt zu gestörten >Non-REM-Schlafzyklen.

 

Full face masks

Vollmasken, Mund-Nase-bedeckende Masken

 

FuN

Fieber ungeklärter >Noxe = krankheitserregende Ursache

 

Geldrollen

Zusammenkleben der roten Blutkörperchen

 

Globalinsuffizienz

vollständige Funktionsminderung eines Organs

 

Glomus caroticum

O2/CO2-Sensor in der Arterie des Halsbereiches

 

GÖR

Gastroösophagealer Reflux = Magensaft gelangt in die Speiseröhre und verursacht Sodbrennen und unter Umständen Schleimhautschädigungen.

 

Halluzination

Sinnestäuschung

 

Hämodynamik

Fliesseigenschaften des Blutes

 

Hernie

Bruch; Nabel-, Leisten- oder Bandscheibenbruch

 

Herpes

Infektion der Haut durch Herpes-Viren

 

Herzinsuffizienz

ungenügende Herzleistung = Unfähigkeit des Herzens, die vom Körper geforderte Sauerstoffversorgung zu bewältigen.

 

Herzjagen, Herzrasen

Rhythmusstörungen, >Tachykardie

 

Herzschrittmacher (Pacemaker)

korrigiert zu langsamen bzw. unregelmässigen Herzschlag

(= weniger als 40 Schläge pro Minute oder Pausen über 3 Sekunden). Die Lithium-Batterie arbeitet 8 bis 10 Jahre. Durchschnittsalter der Herzschrittmacher-Empfänger 75 Jahre, 99% Erwachsene und nur 1% Kinder, sogar Neugeborene.

 

Hf

Herzfrequenz

 

Hg

Quecksilber

 

HI

Hypnopnoe Index (Flachatmung)

 

Hirnschädigung

durch Sauerstoffmangel >Zerebralsklerose

 

Histamin

körpereigenes Gewebshormon mit Blutdruck senkenden und >Kapillaren erweiternden Eigenschaften

 

Histogramm

graphische Darstellung von Häufigkeitswerten bzw. H.verteilungen in Form von Säulen(höhen)

 

HNO Arzt

Hals Nasen Ohren Arzt, Rhinologe

 

Hustenspitzenfluss

maximal verfügbarer Luftfluss beim Husten

 

Hyperglykämie

Überzuckerung, >Diabetes Typ I, vergleiche >Hypoglykämie

 

Hyperkapnie

erhöhter Kohlendioxidgehalt im Blut, >Azidose. Kohlendioxid kann nicht ausreichend abgeatmet werden und reichert sich im Blut an.

 

hyperreaktiv

übermässige Reaktion der Bronchien auf endogene oder exogene Reize

 

Hypersomnie

übermässige Tagesmüdigkeit. Auch übermässig tiefe oder verlängerte Hauptschlafperiode. Kann mit Aufwachschwierigkeiten verbunden sein. Schlafsucht, abnormes starkes Schlafbedürfnis, >Sekundenschlaf

 

Hypertonus, arterieller

Bluthochdruck

 

Hypertrophie

Vergrösserung eines Muskels nach andauernder Mehrbelastung

 

Hyperventilation

Verstärkung der Atmung. Forcierte Überatmung. Gesteigerte Lungenbelüftung

 

hypnagog

Auftreten eines Ereignisses während des Übergangs vom Wachzustand in den Schlaf

 

hypnagoge Vorstellung

Halluzination, lebhafte sensorische Wahrnehmungen, die bei Schlafbeginn auftreten. Sie sind besonders ausgeprägt bei Sleep-REM-Phasen. Ein Merkmal narkoleptischer Naps, wenn der Schlaf mit einer REM-Periode beginnt.

 

Hypnogoges

Ein „sleep start“ oder eine plötzliche Körperzuckung (hypnagoge = Muskelzuckung), die normalerweise genau bei Schlafeintritt beobachtet wird, und gewöhnlich, wenigstens vorübergehend, mit Erwachen endet.

 

Hypnogramm

Schlaftiefenkurve, Aufzeichnung der Schlafstadien

 

Hypnopomp

Auftreten einer sensorischen Wahrnehmung (Halluzination) während des Übergangs vom Schlaf zum Wachzustand am Ende einer Schlafepisode.

 

Hypoglykämie

Unterzuckerung (Diabetiker sagen „Hypo“), Diabetes Typ I

 

Hypopnoe, Hypopnea

Flachatmung, Schnappatmung, Hechelatmung während des Schlafs. Reduktion der Flow-Amplitude um 20 - 50% für mind. 10 Sek. (z.B. aufgrund eines teilweisen Verschlusses der oberen Atemwege) meistens verbunden mit einem Abfall der Sauerstoffsättigung im Blut.

 

Hypotonie

verminderte Spannung, Druck unter der Norm, (z.B. Blutdruck, Abnahme des >Muskeltonus)

 

Hypoventilation

zu geringe Atemtätigkeit. >Alveoläre Minderbelüftung in Relation zum Stoffwechselbedarf des Organismus mit Absinken des Sauerstoffs O2 und Anstieg von Kohlendioxid CO2.

 

Hypoxämie

niedriger Sauerstoffgehalt / O2-Gehalt im Blut. Die Lungenarbeit reicht nicht aus, um genügend Sauerstoff ins Blut aufzunehmen.

 

Hypoxie

Sauerstoffmangel im Gewebe. Verminderte Sauerstoffversorgung im Gesamtorganismus oder bestimmter Körperregionen. Meist synonym für Hypoxämie gebraucht >Angina pectoris, Brustenge

 

Hz

Hertz = Zyklen pro Sekunde

 

ICSD

International Classification of Sleep Disorders = Internationale Klassifikation der Schlafstörungen

 

i.m.

intramuskulär, in den Muskel spritzen

 

Impotenz

Unfähigkeit zur Fortpflanzung, keine, zu wenig oder missgebildete Spermatozoen (im Volksmund Verwechslung mit >Erektionsdysfunktion)

 

Indikation

Gegebenheiten, die zu einer bestimmten ärztlichen Behandlung führen

 

Inhalation

einatmen von Medikamenten

 

Initial

einleitend, Beginn der Behandlung

 

Injektion

schnelles Einbringen eines Wirkstoffes in den Körper mit einer Hohlnadel

 

Insomnie

Schlaflosigkeit, Ein- und Durchschlafstörungen

 

Inspiration

Einatmung

 

Inspirationsdruck

Stärke und Volumen der Einatmung, mittels unter Nase und Mund angebrachter >Thermistoren messbar

 

Insuffizienz

Leistungschwäche eines Organs, z.B. Lunge, Herz, Nieren, Leber

 

    - Partial-Insuffizienz

Eine leichte Form der Ateminsuffizienz, bei der der Sauerstoffpartialdruck bei normalem bis verminderten Kohlendioxidpartialdruck reduziert wird.

 

   -  Global-Insuffizienz

Schwere Form der Ateminsuffizienz mit Hypoxie und Hyperkapnie einhergehend.

 

Interaktion, -en

gegenseitige Beeinflussung, abschwächende oder steigernde Wirkung von Medikamenten

 

intermittierend

zeitweise aussetzend, stossweise, zwischenzeitlich nachlassend

 

intrathorakaler Druck

Druck innerhalb des Brustkorbs

 

intravasal

innerhalb der Blutgefässe >Thrombose

 

intrinsische Schlafstörung

Innerhalb des Körpers entstehende, sich dort entwickelnde oder auf Ursachen innerhalb des Organismus zurückführbare Schlafstörungen. Die intrinsischen Schlafstörungen stellen eine Subgruppe der Dyssomnien dar >extrinsische Schlafstörung.

 

intrinsischer PEEP

positiver innerer Enddruck, der nach dem Ausatmen in der Lunge verbleibt >PEEP

 

IPAP

Inspiratory positive airway pressure = inspiratorischer (Einatmung) Überdruck

 

IPPV

Intermittend positive pressure ventilation = intermittierende positive Druckbeatmung

 

irreversibel

nicht rückgängig zu machen, nicht umkehrbar, nicht heilbar

 

ISB

Intermittierende Selbstbeatmung

 

Ischämie

mangelnde Blutversorgung einzelner Organe, Verminderung oder Unterbrechung der Durchblutung eines Organs (z.B. durch Thrombose, Embolie, Tumor)

 

ischämischer Hirninfarkt

Hirnschlag, Schlaganfall

 

i.v.

intravenös, in die Vene spritzen

 

Kapillare

Haargefäss, kleinstes Blutgefäss im Körper

 

Kapnografie

Messung des arteriellen Kohlendioxidgehaltes der Ausatemluft

 

Kardiologe

Facharzt für Herzerkrankungen

 

kardiovaskulär

Herz und Gefässe betreffend

 

Karzinom

Tumor

 

Kataplexie

Eine plötzliche Verringerung des >Muskeltonus und ein Verlust der Tiefenreflexe, die zu Muskelschwäche, Lähmung und postduralem Kollaps führen kann. Wird üblicherweise von starken Gemütsbewegungen wie Lachen, Ärger oder Erschrecken ausgelöst. Die Kataplexie gehört zur Symptomatologie der >Narkolepsie. Während einer Kataplexie sind Atmung und willkürliche Augenbewegungen nicht beeinträchtigt.

 

kausal

auf die Ursache bezogen, ursächlich

 

Kephalometrie

Messungen zwischen bestimmten Punkten des Gesichtsschädels, um Hindernisse in den oberen Luftwegen - bedingt durch die anatomischen Strukturen von Kopf und Hals festzustellen oder um künftige Problemstellungen erkennen zu können.

 

Ketoazidose

Übersäuerung des Gewebes und Blutes. Metabolische, veränderliche durch Stoffwechselprozesse entstandene, >Azidose.

 

Ketone

Oxidationsprodukte der sekundären Alkohole

 

Ketonkörper

ungenaue Sammelbezeichnung für Acetessigsäure

 

KHK

Koronare Herzkrankheit = Verengung der Herzkranzgefässe auf Grund von Cholesterin-Ablagerungen in der Gefässwand.

 

Kindstod, plötzlicher

>SIDS; vermutet wird ursächlicher Zusammenhang mit >zentraler Schlafapnoe bei Neugeborenen >[472, 474]

 

Koffein

Xanthinderivate, blockieren >Adenosin

 

kognitiv

das Erkennen, die Wahrnehmung betreffend

 

kognitive Defizite

Wahrnehmungsmängel

 

kognitive Störung

Wahrnehmungsstörung in Bezug auf Denken, Erkennen

 

Kohlendioxid-Partialdruck

Kohlendioxidwert, der im Allgemeinen an der Nasenöffnung mit Hilfe eines Infrarot-Kohlendioxidanalysators bestimmt wird. Der Wert spiegelt den >alvoären oder >pulmonalen arteriellen Kohlendioxidgehalt des Blutes wieder.

 

kollabieren

verfallen, zusammenfallen

 

Kollaps

plötzlicher Schwächeanfall bei Kreislaufversagen

 

Komorbidität

Häufigkeit von Erkrankungen in einer Bevölkerungsgruppe

 

Kompliance

Bereitschaft >Compliance >Akzeptanz

 

konditionierte Insomnie

Eine Insomnie, die auf die Entwicklung eines >konditionierten >Arousals infolge früheren Erlebens von Schlaflosigkeit zurückführbar ist.

 

kongenitale Muskeldystrophie

Vererbte Muskelschwäche, die mit einem fortschreitenden Untergang der Skelettmuskulatur und deren Ersatz durch Bindegewebe einhergeht.

 

Kontraindikation

Umstand, der einer bestimmten ärztliche Behandlung entgegensteht.

 

koronare Herzerkrankung

Erkrankung der Herzkranzgefässe

 

Körperkreislauf

grosser Kreislauf (linke Herzkammer-Aorta-Arterien-Arteriolen-Kapillaren-Venolen- Venen-obere/untere Hohlvene-rechter Herzvorhof), >Lungenkreislauf

 

Körpertemperatur

zur Aufrechterhaltung aller Lebensvorgänge notwendige Wärme, Kerntemperatur beim Menschen ca. 36,7 Grad C

 

Kumulation

übermässige Ansammlung von Wirkstoffen im Körper

 

Larynx

Kehlkopf

 

Latenz (eines somatischen oder psychischen Zustandes)

Verstecktsein, zeitweiliges Verborgensein z.B. einer Krankheit im Sinne einer symptomfreien Zeit. Unbemerktes Vorhandensein einer Krankheit >Schlaflatenz.

 

Latenzzeit

Symptomfreie Phase zwischen der Entwicklung einer >Noxe auf einen Organismus und dem Auftreten erkennbarer Symptome bzw. klinisch fassbarer Manifestationen.

 

LAUP

Laser Assisted Uvuloplasty = Operation an Zäpfchen und Gaumen mittels Laser

 

Leichter Schlaf

allgemeine Benennung für das Non-REM-Schlafstadium 1, manchmal auch für Schlafstadium 2 (unklar)

 

Libido

Verlangen, sinnliche Lust. Libidomangel der Frau kann zu Lubrifikations- und Orgasmusstörungen führen, beim Mann zu >Erektionsstörungen, dadurch zu >Depressionen.

 

LTOT

Long term oxygen therapy = Langzeit-Sauerstofftherapie

 

Lumenweite

Lichtweite, Durchgängigkeit, wichtig bei >Adipositas

 

Lungenbläschen

>Alveolen

 

Lungenfibrose

Erkrankung des Lungengewebes mit Versteifung der Lunge

 

Lungenkreislauf

Kleiner Kreislauf (rechte Herzkammer, Lungenarterien, Lungenkapillaren, Lungenvenen, linker Vorhof) >Körperkreislauf

 

Mandeln

Tonsillen, >Tonsillektomie

 

manifester Schlafanfall

erkennbarer Schlaganfall

 

Messie, Messies

engl. ‚a mess’ = Unordnung. Menschen, die scheinbar grundlos in ein organisatorisches, persönliches und/oder berufliches Chaos abgleiten. Verursacht unter Umständen durch Erschöpfung, >Depression infolge Schlafapnoe >[409].

 

Metabolismus

Stoffwechsel; durch Schlafapnoe können im Formenkreis des metabolischen Syndroms Begleiterkrankungen auftreten insbesondere >Adipositas, >Diabetes, >Bluthochdruck, Gicht, rheumatische Gelenkerkrankungen, Hormonstörungen, sexuelle >Dysfunktionen

 

Mikroerwachen

sehr kurze, meist nicht bewusst wahrgenommene Schlafunterbrechung, auch infolge apnoischer Atemstörungen

 

Mikroschlaf

Episoden bis zu 30 Sekunden Dauer, wobei externe >Stimuli nicht wahrgenommen werden

 

Mikrothromben

kleine Blutgerinnsel

 

Miniaspiration

Einatmung von geringen Mengen z.B. Mageninhalt, Sekret

 

mm Hg

Quecksilbersäule (Messeinheit für Druck)

[1 mm Hg : 0,0075 = 1 Pa]

 

MMST

Mini Mental Status Test (standardisierter Kurztest zur Beurteilung der geistigen Leistungsfähigkeit)

 

Morbidität

Krankheitshäufigkeit in einer Bevölkerung

 

Mortalität

Sterblichkeit, Sterblichkeitsziffer

 

Motorik

Gesamtheit der vom Zentralen Nervensystem kontrollierten Bewegungsvorgänge

 

MSLT

Multipler Schlaf-Latenz Test = eine Reihe von Intervallmessungen zwischen „Licht aus“ und Schlafbeginn zur Untersuchung exzessiver Schläfrigkeit. Dem Probanden wird dabei eine bestimmte Anzahl von Einschlafgelegenheiten während seiner habituellen (gewohnten) Wachperioden gestattet. Exzessive Schläfrigkeit ist durch kurze Latenzen gekennzeichnet. Objektive Schläfrigkeit >ESS

 

Mukosa

Schleimhaut

 

Mukostase

Rückstau des Schleims

 

Mukus

Schleim

 

Multimorbidität

gleichzeitiges Bestehen von mehreren Krankheiten

 

Multiple Sklerose

MS, Erkrankung des Gehirns und des Rückenmarks. Dabei kommt es zu Degenerationen von Teilen des zentralen Nervensystems, die schubweise Einschränkungen der Motorik hervorrufen. Letztlich können diese zum Tod durch Ersticken führen.

 

Mundatmung

Atmung durch den Mund, z.B. bei forcierter Atmung oder Behinderung der Nasenatmung

 

Muskeldystrophie

degenerative Muskelerkrankung

 

Muskeltonus

Ein Terminus, der gelegentlich für das Ruhepotential respektive die Ruheaktivität der Muskulatur verwendet wird. Grad der An- bzw. Entspannung der Muskulatur >EMG.

 

MWT

Maintenance of Wakefulness Test: Multipler Wachbleibetest. Eine Reihe von Intervallmessungen zwischen „Licht aus“ und Schlafbeginn, die zur Beurteilung der Fähigkeit wach zu bleiben durchgeführt werden. Die Probanden werden angewiesen zu versuchen, in einem abgedunkelten Raum in halbliegender Position nicht zu schlafen.

 

Myokard, myocardium

Herzmuskel

 

Myoklonie, Myoklonus,

Heftige ruckartige Körperbewegungen im Schlaf als kurze, reflexartige Zuckungen einzelner Muskeln, Schüttelkrampf. Muskelkontraktionen in Form abrupter Reflexe oder Zuckungen mit einer Dauer von weniger als 100 Millisekunden

 

Nachlast

Widerstand des Gefässsystems zwischen Herz und  >Kapillaren >Vorlast

 

nächtliche Dyspnoe

Atemnot, die während des Tages minimal sein kann, während des Schlafes jedoch deutlich wahrgenommen wird.

 

Nap (engl.)

kurze Schlafepisoden oder Tagesnickerchen, die absichtlich oder unabsichtlich während einer habituellen (gewohnten) Wachperiode gehalten werden.

 

Narkolepsie

exzessive Tagesschläfrigkeit (ETS), zwanghafte Schlafanfälle am Tage von minutenlanger Dauer, bedingt durch eine Störung des Zentralnervensystems. Der Patient ist im Schlafanfall weckbar und fühlt sich nach dem Anfall erholt. Häufig, insbesondere nach längerer Krankheitsdauer, können zusätzlich affektiver (gefühlsbetont, emotional) Tonusverlust (>Kataplexie), Wachanfälle (während des Einschlafens oder Aufwachens muskulärer Tonusverlust, sogenannte Schlaflähmung) und >hypnagoge vor allem akustische und optische Halluzinationen (meist beim Einschlafen) auftreten.

 

nasaler Widerstand

Widerstand in der Nase

 

Nasenseptoplastik

operative Korrektur der verbogenen Nasenscheidewand >Septumdeviation

 

Nasenpolyp

weiche Geschwulst aus Bindegewebe (Fibrom), meist im mittleren oder oberen Nasengang angesiedelt, gutartig

 

Nasenpolypektomie

operative Entfernung der Nasenpolypen

 

Nasopharyngealstenosis

Enge im Nasen-Rachen-Bereich

 

Nasopharyngoskop

Endoskop, Nasenspekulum: Instrumente zur Untersuchung des Nasen-Rachen-Raums

 

Nasopharynx

Nasen-Rachen-Raum, >Rhinopharynx

 

nCPAP

nasal Continuous Positive Airway Pressure = kontinuierliche Zuführung von Luft über die Nase (mittels Maske), erste Therapiegeräte für Schlafapnoen, erfunden durch den Australier Colin Sullivan >[116], heute abgelöst durch >AutoPAP und >BiLEVEL-Geräte

 

neural

von den Nerven, dem Nervensystem ausgehend

 

Neuralgie

Nervenschmerz. Schmerzen in begrenzten Gebieten, die von sensiblen oder gemischten Nerven ausgehen und im Gegensatz zu Neuritiden keine anatomische Veränderung und auch keine klinische Ausfallerscheinung aufweisen.

 

Neurasthenie

Nervenschwäche, im weitgehenden Sinne auch Nervosität

 

Neuritis

Nervenentzündung

 

Neurodermitis

Ekzemkrankheit, die mit starkem Juckreiz einhergeht.

 

Neurofibrom

gutartige Geschwulst, die aus dem Bindegewebe von Nerven entsteht.

 

Neurologe

Facharzt für Diagnose und Behandlungen von Nervenerkrankungen, Nervenarzt

 

Neurologie

Lehre von den Nervenkrankheiten

 

Neuropathie

Nervenleiden, Erkrankung peripherer Nerven

 

NNH

Nasen–Neben-Höhlen

 

NonREM, NREM

Non Rapid Eye Movement = keine schnellen Augenbewegungen in den Non REM Schlafstadien NREM 1-4, werden auch mit S1-S4 bezeichnet (>REM).

 

NonREM – REM

Eine Schlafperiode, die sich aus einer NonREM- Schlafepisode und einer nachfolgenden REM-Schlafepisode zusammensetzt. Diese Schlaffolge entspricht einem Schlafzyklus.

 

Noxe

krankheitsauslösender Faktor (Ursache)

NPT

Nächtliche Penile Tumeszenz (banale Anschwellung des Penis, in der Regel in REM-Schlafperioden)

 

Nykterie

vermehrtes nächtliches Wasserlassen (z.B. bei >Herzinsuffizienz)

 

O2

Sauerstoff

 

O3

Ozon

 

 

Obesity

amerikanisch für Adipositas

 

Obstipation

Verstopfung

 

Obstruktion

Verengung oder Verschluss der Luftwege oder eines Hohlorgans oder Gefässes

 

obstruktiv

durch Engstelle oder Verschluss bedingt

 

OHS

Hypoventilationssyndrom bei ausgeprägter >Adipositas. Flachatmung bei Fettleibigkeit

 

oral

Einnahme eines Medikamentes durch den Mund;  zum Mund gehörend

 

orofazial

das Gesicht, den Mund, die Zunge, den Gaumen betreffend

 

oromesial

Ohr-Nasenverbindung

 

oronasale Masken

Vollmasken (Mund-Nase-Masken), full face masks

 

oropharyngeale Muskulatur

Rachen- und Zungengrundmuskeln, die normalerweise die Atemwege offen halten.

 

Orthopnoe

anfallsweise auftretende schwere Atemnot. Im Liegen auftretende stärkste >Dyspnoen.

 

OSA

Obstruktive Schlafapnoe

 

OSAS

Obstruktives Schlafapnoe-Syndrom. Periodisch wiederkehrende Obstruktionen (Verschlüsse) der oberen Luftwege

 

Otorhinolaryngologe

Facharzt für Ohren-Nasen-Hals-Heilkunde

 

Overlapsyndrom

sich überlappende Erkrankungen >OSAS-COPD, >OSAS-OHS

 

Oxigenation

Sauerstoff-Verabreichung (Zufuhr)

 

Oxymeter, Oximeter

Gerät zur (unblutigen) Messung der Sauerstoffsättigung im Blut

 

Oxymetrie, Oximetrie

Methode zur Bestimmung der Sauerstoffsättigung des arteriellen Blutes

 

Pa

Pascal (Messeinheit für Druck) [1 Pa = 1 kg/(m·s²) = 1 N/]

{1 Pa = 0,0075 mm Hg}

 

PAF

Plättchen aktivierender Faktor = krankhafte Vermehrung der roten Blutkörperchen

 

Palatum

Gaumen

 

Palpation

Untersuchung der Körperoberfläche oder Organe durch Abtasten

 

Papillom

Tumor

 

paradoxer Schlaf

bevorzugt verwendete Bezeichnung für den Begriff REM-Schlaf

 

Parameter

Messgrösse

 

Parasomnie

Zusammenfassung aller schlafgebundenen Störungen bedingt durch abnormes Schlafverhalten (Schlafwandeln, Albträume, Zuckungen)

 

paroxysmale Dyspnoe

anfallsartig auftretende Atemnot

 

Partialinsuffizienz

teilweise Funktionsminderung eines Organs

 

partiell

teilweise

 

Patient

der Patient, (lat. patientia, die Geduld) (im Umgang mit seiner Krankheit, aber nicht einem in gewissen Kreisen beliebten Fehlschluss zufolge geduldig im Warten, im Umgang mit Pflegepersonal, Ärzten, Krankenversichern und weiteren bezahlten Leistungserbringern).

 

PCO2

Kohlendioxidpartialdruck

 

Peak-Flowmeter

>Atemstosstest

 

PEEP

Positive Endexpiratory Pressure = positiver Druck am Ende der Ausatmungsphase

 

Peptid

organ. Verbindung aus Aminosäuren

 

Periode

Zeitintervall von einem Maximum bis zum nächsten

 

periodisch

phasenweises Auftreten eines Ereignisses

 

perioperativ

im Umfeld des Operationssaals, vor, während und nach einer Operation

 

pharyngeal

Im Schlundbereich

 

Pharynx

Rachen, Schlund

 

Pickwick-Syndrom

Bereits 1837 beschrieb Charles Dickens in den „Nachgelassenen Papieren des Pickwick-Clubs“ einen sehr dicken Botenjungen namens >Fat Joe, „der einschlief und dabei leicht schnarchte, während er stehend an eine Türe klopfte“.

 

Plaques

herdförmige Gewebeveränderungen, Wucherungen bzw. Ablagerungen in der Innenseite der Arterienwand, Plaques genannt, >Arteriosklerose

 

Plasmaspiegel

Menge eines Wirkstoffes im Blut

 

PLM

Periodic leg movement = Periodische Beinbewegung >RLS

 

PLM Index

Anzahl der periodischen Beinbewegungen pro Stunde Schlaf

 

PMS

Periodic movements of sleep = periodische Bewegungen im Schlaf

 

PND

Paroxysmale nächtliche Dystonie = plötzlich auftretende Atemnot und Kurzatmigkeit aufgrund eines Lungenödems, die oftmals den Schlafenden wecken

 

Pneumologe

Facharzt für Lungen- und Bronchialheilkunde (auch Pulmologie genannt)

 

Pneumologie

Lehre von der Erkrankung der intrathorakalen (innerhalb der Brusthöhle) Atmungsorgane

 

Pneumonie

Lungenentzündung

 

PO2

Sauerstoffpartialdruck (Partialdruck), Teildruck des Sauerstoffs im Organismus. Referenzwerte:
in den Alveolen (Lungenbläschen) = 13,3 kPa (=100 mm Hg)
im Blut arteriell = 12,6 kPa (=95 mm Hg) >BTPS >STPD

 

Poliomyelitis

spinale Kinderlähmung. Ansteckende Entzündung der grauen Rückenmarksubstanz

 

Polyglobulie

poly = viel, zahlreich. Krankhafte Vermehrung der roten Blutkörperchen (>Erythrozyten). Gefahr der Thrombenbildung (Blutpfropfen) durch Zusammenkleben der roten Blutkörperchen zu sogenannten „Geldrollen“.

 

Polymyositis

Autoimmunerkrankung mit Manifestation an der Muskulatur

 

Polysomnogramm

die kontinuierliche, gleichzeitige Aufzeichnung mehrer physiologischer Variablen während des Schlafes bei Übernacht-Schlafstudie: Gehirnströme, >Herzrhythmus, Atmung, >Muskeltonus, Blutsauerstoffspiegel, Körperbewegungen, Inspirationsdruck (>>EEG, EKG, EOG, EMG)

 

Polysomnograph

hochempfindliches Gerät, das über Elektroden, >Thermistoren und >Oxymeter die Schlafdaten während einer Übernacht-Schlafstudie aufzeichnet.

 

Polysomnographie

Aufzeichnung, Überwachung, Registrierung der für die Untersuchung des Schlafes wichtigen biologischen Signale

 

polysomnographisch

adjektivisch zu Polysomnographie

 

Polysomnologe

Facharzt, der auf die Aufzeichnung und Auswertung von Schlafstudien spezialisiert ist.

 

postnasal

hinter der Nase liegend

 

Post-Polio-Syndrom

PPS; Spätfolgeerkrankung bei Kinderlähmung (Beeinträchtigung der Atmung, Müdigkeit, Muskel- und Gelenkschmerzen)

 

Prävalenz

Überwiegen, Übergewicht (z.B. von Beschwerden, Ergebnissen, Befunden)

 

Prävention, präventiv

Massnahmen zur Vorbeugung und Verhinderung von Krankheiten

 

Procrastination, Prokrastination

zwanghaftes Aufschieben von Aufgaben, Pflichten („Morgen, morgen, nur nicht heute“); Ursachen meist in Jugend-Elternhaus-Schule (Überforderung, Abschottung). Folgeerkrankung häufig Depressionen. Im Zusammenhang mit Apnoe/hohem Blutdruck/Rauchen wird die Therapie aufgeschoben: lebensbedrohend >[408] vgl. >Messie

 

Prognose

medizinische Einschätzung, Voraussicht auf den Krankheitsverlauf und der Heilungschancen einer Erkrankung

 

Protrusionsschiene

Zahnschiene / Schlafschiene / Unterkiefer-Vorschubschiene,

bewirkt durch Vorschieben des Unterkiefers während des Schlafes eine vergrösserte Öffnung des Schlundes. Von ca. 90 Anbietern werden drei durch wissenschaftliche Tests bei leichten Apnoikern empfohlen, sofern Anpassung und Erfolgskontrolle durch zertifizierten >Pneumologen begleitet werden >[632, 633]

 

PSA

Prostata-spezifisches-Antigen

 

PSG

>Polysomnographie. Poly = viel, zahlreich; Somno = Schlaf; Graphie = Aufzeichnungs-, Darstellungsverfahren. gleichzeitige Aufzeichnungsverfahren mehrerer Parameter (Ableitungen) während des Schlafes.

 

Psychostimulanzien

>Theophyllin >Koffein, behandeln Schläfrigkeit nicht ursächlich

 

Pulmologe

>Pneumologe

 

Pulmologie

Lungen- und Bronchialkunde

 

pulmonale Hypertonie

Erhöhter Blutdruck in den Lungenarterien. Nächtlicher Blutdruckanstieg im kleinen Blutkreislauf, der durch eine Verminderung des Atemantriebs entstehen kann.

 

pulmonale Insuffizienz

spezifische Lungenleistungsstörung

 

Quaddel

Reaktion der Haut auf bestimmte Reizungen, Allergie

 

QS

Quiet sleep= ruhiger Schlaf

 

Quotient, respiratorischer

Verhältnis von ausgeatmetem Kohlendioxid zu eingeatmetem bzw. verbrauchtem Sauerstoff

 

RAAS

Renin Angiotensin Aldosteron Syndrom = Hormonsystem, das bei Wassermangel die Wasserausscheidung drosselt

 

RDI

Respiratory disturbance index = >AHI, die während einer Nacht >polysomnographisch festgestellte Anzahl von (obstruktiven, zentralen, gemischten) Apnoen und >Hypopnoen (Flachatmung) pro Stunde Schlaf

 

Rechtsherzinsuffizienz

Schwäche des rechtsseitigen Herzteils führt zu Rückstau im grossen Kreislauf

 

Recruitment

Wiedereröffnen von >Atelektasen (unvollständig oder nicht belüfteter Lungenabschnitt) durch >PEEP bzw. >CPAP

 

Reflux

Aufstieg der Magensäure in die Speiseröhre >GÖR

 

Rehabilitation

Wiederherstellung, Eingliederung, Massnahme zur Vorbeugung bei (drohenden) bzw. Linderung oder Beseitigung von schweren gesundheitlichen Störungen

 

REM

Rapid Eye Movement = Schlafphase, die von schnellen Augenbewegungen gekennzeichnet ist. Das Schlafstadium mit der höchsten Hirnaktivität, charakterisiert durch einen erhöhten Hirn- >Metabolismus und lebhafte >halluzinatorische Bilder oder Träume. Dabei treten spontane rasche Augenbewegungen auf, der >Muskeltonus nimmt ab und es besteht eine hohe Aufwachschwelle gegenüber belanglosem Antrieb >Stimuli. Er wird auch als paradoxer Schlaf bezeichnet.

 

REM Dichte

Eine Funktion, die die Frequenz der Augenbewegungen pro Zeiteinheit während eines REM-Schlafstadiums ausdrückt.

 

REM-Schlaflatenz

Intervall zwischen Schlafbeginn und dem ersten Auftreten eines >REM-Schlafstadiums während der Schlafperiode.

 

REM-Schlafprozent

Der prozentuale Anteil von REM-Schlafstadien an der Gesamtschlafzeit.

 

REM-Schlaf Rebound

Verlängerung und Zunahme der Frequenz und Dichte von Schlafepisoden mit einem Ansteigen von REM-Prozent über den Baseline-Wert hinaus. REM-Schlaf Rebound tritt nach REM-Schlafentzug auf.

 

Residualkapazität

nach der Ausatmung in der Lunge verbleibendes Gasvolumen

 

Residualschläfrigkeit

Restschläfrigkeit mit verminderter Leistungsfähigkeit am Tag nach Schlafperiode >Adenosin

 

Resorption

die Rücknahme oder Aufnahme von Wirkstoffen durch den Organismus

 

Respiration

Atmung

 

Respirationstrakt

Atemwege (Nase, Nasennebenhöhlen, Rachen, Kehlkopf, Luftröhre, Bronchien, Lungenbläschen)

 

respiratorisch

bezüglich der Atmung

 

Restless legs

Syndrom der unruhigen Beine. Erkrankung unklarer Ursache; meist nachts auftretend und teilweise lageabhängig. Betroffene haben das Bedürfnis, die Beine zu bewegen

 

Retard

Verzögerter Wirkungseintritt, Depoteffekt

 

reversibel

umkehrbar. Eine Krankheit ist heilbar, oder eine Nebenwirkung eines Medikamentes verschwindet wieder.

 

Rezeptoren

Empfangs- bzw. Aufnahmeeinrichtung des Organismus für bestimmte Reize, wörtlich ‚Empfänger’

 

Rhinopharyngoskopie

optische Untersuchung des Nasen-Rachen-Raums,  >Nasopharyngoskop

 

Rhinopharynx

Nasen-Rachen-Raum

 

rhythmisch

gleichmässig, in regelmässigen Abständen

 

Rhythmus

ein Ereignis, das mit einer nahezu konstanten Periodenlänge auftritt; Takt, Zeitfolge, Gleichmass; regelmässige Wiederkehr natürlicher Vorgänge; Schlagfolge z.B. des Herzens

 

RR

Rive-Rocci. Vorsatz zur Kennzeichnung von Blutdruckwerten

 

Rückresorption

Rückgewinnung von (meist körpereigenen) Stoffen

 

Salizylate

Acetylsalicylsäure = ASS = Mittel zur Schmerz- und Rheumatherapie und zur >Angina pectoris-Prävention (z.B. Aspirin, Alcacyl)

 

SaO2

arterielle Sauerstoffsättigung im Blut

 

SAS

Schlaf Apnoe Syndrom (>OSAS)

 

Sauerstoff-Insufflation

Zufuhr von Sauerstoff mittels eines Nasenkatheters oder einer Sauerstoffbrille zur kurzzeitigen Sauerstoffsättigung von venösem Blut in der Überdrucktherapie

 

SBAS

schlafbezogene Atemstörung. Atemstörungen mit und ohne Verschluss der oberen Atemwege, die während des nächtlichen Schlafs auftreten können

 

SBD

Sleep breathing disorder = schlafbezogene Atmungsstörungen

 

SDB

Sleep disordered breathing = gestörte Atmung im Schlaf

 

s.c.

subcutan = unter die Haut spritzen

 

Schlafarchitektur

umfasst die >NonREM-REM-Schlafstadien und die Zyklusstruktur des Schlafes, die aus dem quantitativen Verhältnis der beiden Komponenten zueinander geschlossen wird. Graphisch oft in Form eines >Histogramms abgebildet  

 

Schlafeffizienz oder -Index

die Zeit während einer Schlafepisode, in der tatsächlich Schlaf aufgetreten ist, z.B. der Gesamtschlafzeit zu Bettzeit

 


Schlafhygiene

die Bedingungen und Verhaltensweisen, die einen kontinuierlichen und effektiven Schlaf unterstützen wie regelmässige Zubettgeh- und Aufstehzeit, ein begrenzter Konsum alkoholischer und koffeinhaltiger Getränke vor dem Schlafengehen, angemessene Ernährung, Schaffung günstiger Umgebungsbedingungen

 

Schlafinterruption

Weckreaktionen und Wachepisoden infolge von Schlafunterbrechungen >Arousal, >Fragmentation

 

Schlafklinik, Schlafzentrum (auch Schlaflabor)

medizinische Einrichtung zur stationären Abklärung und Diagnose schlafabhängiger Krankheiten; meistens an eine Universitätsklinik angeschlossen. Teamwork von Pneumologen, Kardiologen, Neurologen, HNO-Arzt und Psychologen

 

Schlaflatenz

die Zeitspanne von „Licht aus“ oder Bettzeit bis zum Schlafbeginn. Auch: unbemerkt bestehende Schlafbereitschaft (führt zu >Sekundenschlaf)

 

Schlafperiode

die gesamte Schlafzeit von Einschlafen bis Aufwachen, die Reihenfolge der >Schlafstadien wird auch >Schlafzyklus genannt

 

Schlafphasen

Schlafschiene

>Schlafstadien

>Protrusionsschiene

 

Schlafstadien (1 – 5)

unterschiedliche Stadien des Schlafs, die am besten anhand polysomnographischer EEG-, EOG, und EMG-Aufzeichnungen veranschaulicht werden und durch  unterschiedliche Gehirnstromaktivitäten gekennzeichnet sind (REM- und NREM-Schlaf):
1 = NonREM-Stadium 1 = Einschlafstadium
2 = NonREM-Stadium 2 = Leichtschlafstadium
3 = NonREM-Stadium 3 = Tiefschlafstadium
4 = NonREM-Stadium 4 = Tiefschlafstadium
5 = REM-Schlaf-Stadium = Traumphase = >paradoxes Schlafstadium.
Die Stadien können ungleich lang sein, auch bei normalem Schlaf können einzelne Phasen nicht messbar sein oder fehlen, die Zyklen können sich mehrfach wiederholen. Gegen das Ende des Schlafes kann nach einer Traumphase ein Leichtschlafstadium folgen (=Aufwachphase).

 

Schlafstruktur

Bezeichnung für den geordneten Aufbau des Schlafes aus verschiedenen Schlafstadien

 

Schlafunterbrechung

Störung des normalen Schlafzyklus; >Mikroerwachen

 

Schlafzyklus

die gesamte Abfolge der >Schlafstadien während einer >Schlafperiode. Synonym für NonREM – REM-Schlafzyklus

 

Schlaganfall

Hirnschlag, >Apoplexie: Hirnblutung oder Gefässverschluss bei >Arteriosklerose, >Thrombose, Thromboembolie >Zerebralsklerose

 

Schnarchen >[210]

ein Geräusch, das bei der >Inspiration (und seltener auch bei der Exspiration) infolge von Schwingungen des weichen Gaumens und der Gaumenzäpfchen entsteht. Bei allen Schnarchern liegt zumindest teilweise >Obstruktion der obern Atemwege vor. Der Luftstrom bringt wegen der Verengung Teile des weichen Gaumens, des Gaumensegels und der >Tonsillen zum Schwingen. Viele Schnarcher erleiden im Schlaf komplette Obstruktionsepisoden (>Apnoen) oder teilweisen Verschluss (>Hypopnoen) und in der Folge verminderte Sauerstoffsättigung des Blutes.

 

Schweregrad-Kriterien

Kriterien zur Einschätzung der Schwere einer bestimmten Schlafstörung anhand der Kategorien leicht, mittel, schwer.

 

Screening-Untersuchungen

ambulante bzw. Hausabklärung bei Apnoeverdacht anstelle oder vor Einweisung in ein Schlafzentrum mit Methoden und Geräten wie ApneaLink  >[950.11], Mesam, Micromesam, Finger>Oxymetrie.

 

Seitenschläferkissen

Therapieansatz zur Verhinderung von Schnarchen in Rückenlage (statt Tennisball im Schlafanzug), ca. 140 cm lang, Durchmesser 20-25 cm, leicht gefüllt. Oberes Knie liegt auf oder über dem Seitenschläferkissen.

 

Sekundenschlaf

>Hypersomnie

 

Sekretion

die Absonderung von Stoffen im Körper

 

Septumdeviation

Verbiegung der Nasenscheidewand, angeboren oder nach Unfall erworben

 

Septum nasi

Nasenscheidewand; Trennwand zwischen der linken und rechten Nasenhöhle

 

SIDS

Sudden infant death syndrome = plötzlicher >Kindstod

 

Sinus

Nasennebenhöhlen, mit der Nase in Verbindung stehende mit Schleimhaut ausgekleidete Räume im Gesichtsschädel

 

Sinusitis

Nasennebenhöhlenentzündung

 

sleep apnea (engl.)

Schlafapnoe (wichtige Eingabe in Internet-Suchmaschinen)

 

sleep mentation

während des Schlafs erlebte Vorstellungen und Gedanken. Es handelt sich dabei gewöhnlich um Kombinationen von Vorstellungsbildern und Gedanken in Verbindung mit >REM-Schlaf. (Alle Menschen haben erotische Fantasien; Hemmungen, deswegen ein Schlafzentrum aufzusuchen, sind verfehlt, denn die >polysomnografischen >Untersuchungen können nur >REM-Phasen festhalten, aber nicht deren Inhalte

 

smartPAP

>AutoPAP, FlexPAP (Nachfolger von >nCPAP-Geräten)

 

Somnolenz

Schläfrigkeit. medizinische Bezeichnung der Schwierigkeit wach zu bleiben, sodass die betroffene Person einschläft, wenn sie nicht aktiv daran gehindert wird (eine Art Bewusstseinsstörung).

 

SOREMP

Sleep Onset REM Period = das Vorkommen einer REM-Periode bei Schlafbeginn. Die REM-Periode tritt innerhalb von zehn Minuten nach dem Einschlafen auf.

 

Spirometrie

Messung des gesamten Luftvolumens und Ventilationsgrössen

 

SPT

Sleep period time = Dauer der Schlafperiode

 

Sputum

ausgehustete Absonderung der Atemwegsschleimhäute

 

SSS

Stanford sleepiness scale = Stanford Schläfrigkeitsskala

 

Stenokardie

>Angina pectoris

 

Stimulus, Stimuli

Reiz(e), Anreiz(e)

 

STPD

Standard temperature pressure dry = Standardbedingungen für die Bestimmung von Gasvolumina.
T = 273 K
P = 100 kPA (760 mm Hg)
Wasserdampfpartialdruck = 0 Pa >BTPS und >PO2

 

Stridor

lat. Zischen, Pfeifen. Pfeifendes Atemgeräusch bei Verengung oder Verlegung der oberen Atemwege

 

Stufendiagnostik

Symptome >Symptomatik: Eigenwahrnehmung / Partnerwahrnehmung / Fremdwahrnehmung: Hausarzt:: Spezialist: Team (z.B. Pneumologe, Kardiologe, Neurologe)

 

Symptom

Anzeichen (z.B. einer Erkrankung, nicht Beweis!)

 

supprimiert

In der Aktivität vermindert, unterdrückt

 

SWS

Slow wave sleep = entspricht den Tiefschlafstadien 3 und 4. Schlaf, der durch langsame EEG-Wellen von weniger als 4 Hz charakterisiert ist

 

Symptom

Merkmal, Kennzeichen, Anzeichen, Zeichen einer Krankheit

 

Symptomatik

Summe der Symptome

 

Syndrom

Gruppe von Symptomen (Krankheitszeichen), die ungefähr gleichzeitig auftreten und auf dieselbe Krankheit bezogen sind.

 

systolischer und diastolischer Blutdruck

>Blutdruck in den Schlagadern des Körperkreislaufs; maximale Werte (Systole) werden erfasst während der Kontraktion der linken Herzkammer, minimale (>Diastole) während deren Erschlaffung

 

Tachykardie

schnelle folge der Herzschläge. Herzjagen, Herzrasen; Pulsfrequenz mehr als 100/Min. in Ruhe >Bradykardie

 

Tageshypersomnolenz

starke (krankhafte) Tagesschläfrigkeit

 

Tagesschläfrigkeit, exzessive

Schlafzwang am Tage, auch >Narkolepsie

 

Tagesvigilanz

Aufmerksamkeit, Wachheit am Tage

 

TBT

Total bed time = gesamte Bettzeit (auch >TIB)

 

Theophyllin

>Psychostimulans >Xanthinderivate

 

Thermistor

temperaturempfindliche Elektrode (Sensor), mit der die Stärke und Anzahl der Atemzüge zwischen Mund und Nase gemessen werden kann sowie zur Messung der Temperaturunterschiede

 

thoracic, thorakal

im Brustkorb

 

Thorax

Brustkorb

 

Thrombose

vollständiger oder teilweiser Verschluss von Arterien und Venen sowie der Herzhöhlen durch >intravasale Blutgerinnung mit Bildung von Blutkoageln aus >Thrombozyten-Aggregaten und Fibrin

 

Thrombozyten

Blutplättchen, die bei der Blutgerinnung mitwirken

 

Thrombozyten-Aggregation

Tendenz der Blutplättchen zur Verklumpung = Thrombenbildung

 

TIA

>Transitorische ischämische Attacke = vorübergehendes Ereignis einer Minderdurchblutung bestimmter Hirnareale >Schlaganfall

 

TIB

Time in bed = gesamte Bettzeit

 

Tiefschlaf

allgemeiner Begriff für die NonREM-Schlafstadien 3 und 4

 

Titration

urspr. Chemie: Massanalyse, quantitative Bestimmung des Gehalts einer gelösten Flüssigkeit; in der Pneumologie üblich bei OSA für Gerätewahl und Einstellung

 

Tonsillektomie

operative Entfernung von Mandel(n) >Tonsillen

 

Tonsillen

schwammartiges, lymphatisches, ringförmig angeordnetes Organ in Mandelform im Übergangsbereich von Mund- und Rachen (auch Schlundring genannt): zwei Gaumenmandeln, die unpaarige Rachenmandel und die beiden Zungenmandeln. Entfernt wird am häufigsten die durch Wucherung vergrösserte Rachenmandel, welche die Nasenatmung behindern kann. Die >Tonsillektomie kann durch unpräzise Operation und/oder wucherndes sowie verhärtendes Narbengewebe zu >OSAS beitragen.

 

Trachea

Luftröhre

 

Tracheotomie

Luftröhrenschnitt. Noteingriff bei akuter Erstickungsgefahr z.B. bei Diphterie

 

Tracheo-Stoma

Langzeitintubation und –beatmung bei mechanischer Behinderung der Atmung im Bereich obere Luftröhre-Kehlkopf (OSA-Behandlung vor Sullivan bis 1984) (Kinderlähmung: dauernde Beatmung über Kanüle durch Stoma)

 

Transitorische Ischämische Attacke

>TIA; neurologische Ausfallserscheinungen bei vorübergehender Mangeldurchblutung des Gehirns (populär „Streifung“) >Schlaganfall

 

TRT

Total recording time = Gesamtaufzeichnungsdauer. Die Zeitdauer vom Schlafbeginn bis zum endgültigen Erwachen.

 

TST

Total sleeping time = Gesamtschlafzeit. Das Ausmass tatsächlichen Schlafs während einer Schlafepisode; entspricht der Gesamtschlafepisode abzüglich der Wachepisoden.

 

Tumor

Geschwulst, örtlich umschriebene Zunahme des Gewebevolumens

 

Twitch

Body twitch = eine sehr kleine Körperbewegung, wie etwa ein lokales Zucken des Fusses oder des Fingers, normalerweise nicht mit >Arousals (Weckreaktionen) verbunden

 

UARS

Upper Airway Resistance Syndrom = obstruktives Schnarchen. Ein Krankheitsbild, das charakterisiert ist durch Schnarchen und Tagesmüdigkeit, ohne dass während des Schlafes Sauerstoffentsättigungen oder Atempausen registriert werden. Unvollständiger Kollaps im Nasen-Rachenraum mit Erhöhung des Atemwegwiderstandes. Das UARS führt ebenfalls zu häufigen Weckreaktionen >Arousals.

 

Übernacht-Schlafstudie

Untersuchung des Schlafverhaltens einer ganzen Nacht mit einem >Polysonmnographen, das anschliessend vom >Polysomnologen ausgewertet wird.

 

Undine Syndrom

angeborenes, zentrales Hypoventilations-Syndrom = zentrale Störung der Atmungsregelung (Undine ist die Nymphe, die sich an ihrem ungetreuen Liebhaber rächt, indem sie seine Atmung lähmt).

 

Unruhe

bezogen auf Schlafqualität: andauernde oder wiederkehrende Körperbewegungen, Weckreaktionen und kurze Wachphasen während des Schlafes

 

UPPP

>Uvulopalatopharyngoplastik

 

Uvula

am hinteren Gaumenrand herabhängendes weiches (unpaariges) Rachenzäpfchen >Tonsillen

 

Uvulektomie

operative Entfernung des Rachenzäpfchens

 

Uvulopalatopharyngoplastik

teilweise oder radikale operative Erweiterung des Rachenraumes durch Entfernung von Zäpfchen, Mandeln und einem Teil des weichen Gaumens >UPPP

 

Valenz

Wertigkeit

 

Ventilator Insuffizienz

muskuläre Atembeeinträchtigung

 

Vibration der Uvula

rasche Schwingung des Rachenzäpfchens

 

Viskosität

Fliesseigenschaft von Stoffen oder Schleim

 

Vitalkapazität

Luftmenge, die nach maximaler Einatmung maximal wieder ausgeatmet werden kann

 

Vorlast

Blutangebot vor dem Herzen >Nachlast

 

Waxing and Waning

Begriffe, die gewöhnlich ein Crescendo-Decrescendo Muster im >EEG bezeichnen, also einen Wechsel zwischen Aktivitätszunahme und Aktivitätsabnahme.

 

Webbing

schlaffes Herunterhängen des Gewebes, besonders der Schleimhaut im Rachen

 

Xanthinderivate

Müdigkeitsblocker >Adenosin >Koffein >Theophyllin

 

Yohimbin

 

Zahnschiene

gefässerweiternd und blutdrucksenkend, Verwendung bei >erektiler Dysfunktion

>Protrusionsschiene

 

Zentralapnoe, zentrale     >Apnoe

Apnoe vom Atemzentrum des Gehirns ausgehend; Ausfall der Atmung infolge Störung von >Rhythmus und Automatie.

 

Zerebralsklerose

>Arteriosklerose der Gehirngefässe mit ihren Folgezuständen wie örtliche Durchblutungsstörungen, die zu Leistungsminderung, Schwindel, Streifung oder Schlaganfall führen können.

 

zerebrovaskulär

die Hirndurchblutung betreffend

 

zirkadianer Rhythmus

genetisch bedingte, tägliche Schwankungen physiologischer und verhaltensmässiger Funktionen, einschliesslich Schlaf-Wach-Zuständen, die im allgemeinen an den 24-stündigen Dunkel-Hell-Zyklus gebunden sind.

 

zirkasemidianer Rhythmus

ein biologischer Rhythmus mit einer Periodendauer von ca. 12 Stunden

 

ZNS

Zentrales Nervensystem

 

ZPS

Zyklen pro Sekunde

 

Zyanose

bläuliche Verfärbung der Haut nach Sauerstoffmangel

 

Zyklus

wörtlich Kreis. Charakteristik einer Abfolge eines Ereignisses, das rhythmischen Schwankungen unterliegt. Ein Zyklus ist definiert als Aktivität von einem Maximum oder Minimum zum nächsten und mit einem Anfang und einem Ende.